| Stalag VI A -Thementag "Kinderrechte" |
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| Donnerstag, den 14. April 2011 um 22:34 Uhr |
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Die Schüler entschieden sich für ein Schwerpunktthema, mit dem sie sich am Thementag auseinandersetzen wollten. Um einen Einblick in das Leben von Straßenkindern zu bekommen, fiel die Wahl bei einigen Klassen auf Schuhputz- und Scheibenwasch-Aktionen in der Innenstadt. So konnten sie sich zum einen am besten in die Lage von Straßenkindern versetzen und dabei auch zeitgleich um Spenden für die Menschenrechtsorganisation UNICEF bitten. Besonders prägend fanden einige auch die Reaktion von Passanten auf die Aktion. Viele blieben gerne stehen und ließen sich die Schuhe für den guten Zweck putzen und legten auch den einen oder anderen Euro oben drauf. Aber es gab auch enttäuschende Reaktionen. „Ich weiß ja gar nicht, ob das Geld auch an der richtigen Stelle ankommt“, äußerte sich eine Passantin auf die Nachfrage von Julia aus der 5b. Einige gingen auch einfach stur weiter. Die Klasse 6b faltete am frühen Vormittag eine Stunde lang Papiertüten, so wie es viele der 11 Mio. Straßenkinder in Indien für das tägliche Überleben machen. Das Ergebnis ihrer Arbeit konnten sie sich umgehend selbst ausrechnen. Ein Straßenkind in Indien hätte umgerechnet dafür drei Euro verdient. Diese Erkenntnis erschütterte die Schüler sehr. Obwohl 17 Schüler eine Stunde im Akkord Papiertüten gefaltet haben, reichte das symbolisch verdiente Geld überhaupt nicht zum Überleben auf der Straße.
Andere Schülergruppen informierten sich beim Jugendamt und bei der Polizei direkt über Zahlen und Formen von Gewalt gegen Kinder in Hemer. Die Mädchen der Klasse 6a betrachteten ganz gezielt die Benachteiligung von Mädchen nicht nur in der Welt sondern auch in Deutschland. Auf wie vielfältige Weise Mädchen missbraucht und ausgebeutet werden, wurde ihnen hierbei sehr deutlich. Im Rahmen dieses Thementages wurde aber auch die Frage erklärt, welche Gründe es für den Einsatz von Kindersoldaten gibt. Der Zeitzeuge Heinz Neuhaus berichtete über eine Stunde lang von seinen Erfahrungen als Kindersoldat im Nationalsozialismus. Er wurde 1945 als 16-Jähriger in den Krieg eingezogen und erlebte Leid, Hunger und Erniedrigung am eigenen Leib. Deutlicher kann kein Schulbuchtext auf die Situation von Kindersoldaten hinweisen.
Das durch Spenden und Aktionen gesammelte Geld wird von der Gesamtschule an die Organisation UNICEF weitergeleitet. Die genaue Summe kann noch nicht mitgeteilt werden, da sich einige Klassen am Ende des Tages spontan entschieden haben, weitere Projekte nach den Osterferien zur Unterstützung von UNICEF im Kampf gegen den Missbrauch von Kindern und Kinderarmut durchzuführen.
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Einmal am eigenen Leib spüren, wie sich zum Beispiel Straßenkinder und Kindersoldaten fühlen, konnten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 und 6 am Donnerstag erleben. In Zusammenarbeit mit einzelnen Menschenrechtsorganisationen wie z.B. Terre des hommes, UNICEF, Human rights watch und anderen wurde anhand von Unterrichtsmaterial im Fach Gesellschaftslehre ein Schwerpunktthema zur übergeordneten Thematik „Verletzung von Kinderrechten hier und in der Welt“ vertieft.