| Glasknochen sucht Therapiehund - Menschen mit Behinderungen zu Gast an der GE Hemer |
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| Mittwoch, den 10. November 2010 um 21:01 Uhr | |||
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Marianna Metta (21), Carina Herrmann (22) und Hendrik Michler bilden mit Gruppenleiter Pascal Wink und weiteren Menschen mit Behinderung das Redaktionsteam von „Fahrtwind“, dem Magazin der Iserlohner Werkstätten. Vor einigen Monaten veröffentlichten sie das Buch „Glasknochen sucht Therapiehund“, mit dem sie wachrütteln wollen, darauf hinweisen möchten, dass sie ebenfalls Mitglieder der Gesellschaft sind. Die Heimatzeitung schrieb einen Artikel, den Lehrer der Gesamtschule lasen - und die Gruppe einluden. Lehrer Kai Hartmann zum Beispiel bereitete mit seinen Klassen den Besuch im Unterricht vor, die Kinder testeten selbst, wie es ist, mit einem Rollstuhl unterwegs zu sein. Am Montag und Mittwoch nun waren einige Menschen mit Behinderung zu Gast, erzählten aus ihrem Alltag.
Marianna Metta hat die Glasknochenkrankheit, geht aber trotzdem ins Kino und in die Disco, träumt von einer eigenen Wohnung. Hendrik Michler leidet an Muskeldystrophie, die Muskeln werden immer schwächer. Doch er lässt sich nicht unterkriegen, hofft, bald den Führerschein machen zu können. Und Carina Herrmann muss mit Tetraspastik leben - geht aber dennoch gerne einkaufen und schwimmen. „Das ist Pionierarbeit für uns. Wir sind im Moment auf Lesetour, waren schon in Fachschulen und Gemeinden. Hier können wir Kindern Ängste vor dem Umgang mit Menschen mit Behinderung nehmen“, sagt Pascal Wink. Denn das haben die Gesamtschüler gelernt: Man ist nicht behindert, sondern hat eine Behinderung. So begriffen sie auch, dass auf Schulhöfen oft gehörte flapsige Bemerkungen wie „Ey, bist du behindert?“ Menschen mit Behinderung sehr verletzen können. Nach gut einer Stunde, durch die Pascal Wink die Kinder mit einer flotten, kindgerechten Moderation geführt hatte, blieb noch Zeit für die vielen Fragen, die die Kinder hatten. Am Ende verloren viele die Scheu, drängten sich um die Rollstühle, um die drei „Fahrtwind“-Redakteure“ persönlich kennen zu lernen. So könnte also wahr werden, was die drei sich zu Beginn wünschten: Dass sie, wenn die Kinder ihnen in der Stadt begegnen, einfach mal mit einem netten „Hallo, dich kenne ich doch“ begrüßt werden. Erste Fanpost aus der Klasse 6b wird zurzeit schon geschrieben. Schulleiterin Gabriele Koller dankte ihnen herzlich und überreichte als Dankeschön Kinogutscheine.
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(Text und Foto von Katja Hofbauer, IKZ) Wie sieht eigentlich das Leben von Menschen mit Behinderung aus? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Stufen fünf und sechs der Gesamtschule im Sozialkompetenzunterricht - und konnten jetzt Gäste mit Behinderung in der Aula begrüßen, die ihnen aus ihrem Leben berichteten.