Die gymnasiale Oberstufe an der Gesamtschule Hemer

Ab dem Schuljahr 2014/15 wird es auch an der Gesamtschule Hemer eine gymnasiale Oberstufe geben.

Die gymnasiale Oberstufe ist an allen Gymnasien und Gesamtschulen gleich gestaltet und beginnt mit der Einführungsphase, am Gymnasium mit der Klasse 10, an der Gesamtschule mit der Klasse 11. Hieran schließt sich die zweijährige Qualifikationsphase.

Um Eltern und Schüler über die Gestaltung der Oberstufe an der Gesamtschule Hemer genauer zu informieren, findet dazu am 12. Januar 2015, um 19:00 Uhr eine Veranstaltung in der Aula des Schulzentrums an der Parkstraße statt.

Das zukünftige Oberstufenteam wird Ihnen die Struktur der Oberstufe vorstellen und Ihre Fragen beantworten.

Dritter Kammermusikabend

Ein kleines Jubiläum: Der dritte Kammermusikabend der Gesamtschule Hemer.

Bereits zum dritten Mal laden die Schüler, Eltern und Lehrer der Gesamtschule Hemer zu ihrem Kammermusikabend ein. Gemeinsam gestalten sie am Dienstag, 25. November 2014, um 18 Uhr im Haus Hemer ein bunt gemischtes Programm aus Klassik, Jazz und Pop.

Wir freuen uns sehr auf Ihren und Deinen Besuch.

Auf den Spuren der Juden in Hemer – Thementag 2014

Wir veröffentlichen hier den Artikel aus der WAZ vom 8.5.2014 von Carmen Fürstenau.

Foto: Carmen FürstenauHemer. 460 Kinder und Jugendliche der Gesamtschule waren am Donnerstag auf den Beinen, um sich unter dem Titel „Stark für Menschenrechte“ beim Thementag zu informieren und auch zu engagieren.Der Thementag an der Gesamtschule findet seit der Eröffnung der Schule im Jahr 2009 statt, um ausgehend vom Jahrestag der Befreiung des Kriegsgefangenenlagers Stalag VI A am 14. April 1945 auf das Schicksal der Menschen aufmerksam zu machen, die auch in der heutigen Zeit noch unter den Folgen von Krieg und Vertreibung leiden. Der 14. April lag in diesem Jahr in den Ferien, statt dessen hat die Schule den 8. Mai (Tag der Kapitulation 1945) genutzt.

In den verschiedenen Jahrgängen haben sich die Kinder und Jugendlichen von unterschiedlichen Seiten mit dem Thema beschäftigt. So waren in der Jahrgangsstufe 5 die Kindersoldaten in Kambodscha das Thema, das aufwühlte. In der Jahrgangstufe 6 hieß es „Was Menschen Menschen antun können“. Hier hat die Schule mit dem Verein für Hemeraner Zeitgeschichte kooperiert und den Stalag-Gedenkraum besucht.

In der Jahrgangsstufe 7 ging es um Mobbing und gewaltsame Übergriffe in der Schule. Die Schüler sahen unter anderem einen Film. „Hier sollte für einen respektvollen Umgang miteinander geworben werden“, so Kai Hartmann, Fachgruppenvorsitzender des Faches Gesellschaftslehre. In der Stufe 8 sahen die Jugendlichen den Film „Die Welle“ und konnten so faschistische Strukturen nachempfinden.

Mit dem Leben der Juden in Hemer beschäftigte sich die Stufe 9. Morgens stand der gemeinsame Besuch des jüdischen Friedhofes auf dem Programm, und eine der ersten Fragen lautete, warum der Friedhof nicht ausgeschildert sei. Mit einer Kopfbedeckung ging es auf den Friedhof, wo Steine niedergelegt wurden.

Zudem wurde eine Gedenkminute abgehalten und unter anderem das Lied „Sag mir, wo die Blumen sind“ gesungen. Auf einer Karte haben sich die Schülerinnen und Schüler genau angesehen, wo jüdische Familien gelebt haben oder wo ihre Geschäfte waren. „Alle haben sich sehr engagiert“, lobte Kai Hartmann.

(Carmen Fürstenau, IKZ)

Sprachförderprojekt an der GHE

(bre) Komplizierte Texte, Versuchsanleitungen oder Fachliteratur lesen, verstehen und darüber sprechen – das fällt vielen Jugendlichen zunehmend schwerer. Allerdings ist sprachliche und schriftliche Sicherheit eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bildungsbiographie.

Deshalb möchte die Gesamtschule Hemer Angebote zur sprachlichen Bildung in allen Fächern und in schulischen Aktivitäten außerhalb des Unterrichts integrieren. Damit kann die sprachliche Kompetenz der Schülerinnen und Schüler verbessert und ihnen eine erfolgreichere Bildungslaufbahn ermöglicht werden.

Genau das ist das Ziel des Projekts „Sprachsensible Schulentwicklung“ der Stiftung Mercator, des Schulministeriums und der Landesweiten Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren NRW. Über 30 Schulen aus ganz NRW nehmen daran teil – auch die Gesamtschule Hemer.

„Die Stiftung Mercator setzt sich dafür ein, dass alle Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft, an den zentralen Bereiches des gesellschaftlichen Lebens teilhaben“, erklärt Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator. „Eine durchgängige Sprachbildung ist ein zentraler Schlüssel für Chancengleichheit. Kinder können nur dann ihre Potenziale in der Schule entfalten, wenn sie die Sprache, in der der Unterricht erfolgt, verstehen und sicher beherrschen. Das Projekt ‚Sprachsensible Schulentwicklung‘ setzt genau an dieser zentralen Voraussetzung für Bildungserfolg an.“

Schwerpunkt während der dreijährigen Projektlaufzeit sind verschiedene regionale Netzwerke, in denen sich Lehrkräfte der Projektschulen bei der Aufgabe gegenseitig unterstützen und austauschen können, der Schulleitung steht ein eigenes Netzwerk zur Verfügung. Alle Beteiligten werden dabei von Netzwerkberaterinnen begleitet. Außerdem analysiert die Fakultät für Bildungswissenschaften der Uni Duisburg-Essen die Wirkungen des Projektes.